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Zugang: für alle zugänglich

Hinwendungsgründe zu Verschwörungsdenken erkennen und individuelle Handlungsmöglichkeiten entwickeln

Laut einer repräsentativen Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Jahr 2023 stimmt mehr als die Hälfte der deutschen Gesellschaft mindestens einer bekannten Verschwörungserzählung zu (Quelle). Doch was bringt Menschen dazu, an Verschwörungserzählungen zu glauben? Die Hinwendungsgründe sind individuell und unterschiedlich. Biografische Ereignisse, (u. a. esoterische) Prägungen im sozialen Umfeld oder Kontakt mit Influencer*innen über Soziale Medien sind Beispiele für Zugänge, die die Annahme von Verschwörungserzählungen begünstigen können. Für den Umgang mit Verschwörungsgläubigen und die Entwicklung von Handlungsoptionen ist es sehr wichtig zu erkennen und zu verstehen, welche Motive und Umstände hinter dem Verschwörungsdenken stehen.

Ausgehend von unserem kostenfreien Selbstlernangebot „VIVA – Verschwörungsdenken individuell verstehen und auffangen“ möchten wir Sie einladen, verschiedenen Hinwendungsgründe zu Verschwörungsdenken sowie sich daraus ableitende Handlungsoptionen bei unserem digitalen Fachtag genauer zu betrachten und mit anderen zu diskutieren.

Zum Programm des Fachtags

Hinweis zur Anmeldung:

Bitte melden Sie sich über folgenden Link an: https://eveeno.com/190730139.

Sie sind verbindlich angemeldet, wenn Sie eine Bestätigung per E-Mail erhalten haben. Die Zugangsdaten zur Video-Konferenz (auf Zoom) senden wir Ihnen kurz vor der Veranstaltung zu. Fragen oder Anregungen schicken Sie gern an elearning@violence-prevention-network.de.

Dieser Fachtag findet im Rahmen des Projekts „VIVA – Verschwörungserzählungen individuell verstehen und auffangen“ statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom US-Generalkonsulat Leipzig.​​​​​​​ Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des US-Generalkonsulats Leipzig dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

GaRex | Hate Speech resilient begegnen

Hate Speech resilient begegnen

GaReX | Gaming und Rechtsextremismus

Dauer: ca. 30 Minuten



Die 3 Module vermitteln ehrenamtlich Engagierten Kenntnisse darüber, wie sie Hate Speech im digitalen Raum erkennen und begegnen können. Es werden Mechanismen von Rechtsextremist*innen identifiziert, die zur Verbreitung von Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen im digitalen Raum beitragen. Zudem vermittelt der Kurs Strategien der Resilienzförderung für den eigenen Schutz sowie für den Schutz anderer.  

Der rund 30-minütige Online-Kurs richtet sich speziell an Ehrenamtliche mit einer Themensetzung und Kompetenzvermittlung im Zusammenhang Gaming, Hate Speech und Resilienz, die das Ehrenamt sicherer und inklusiver macht. 

Die 3 Module sowie Begleitmaterialien und Online-Weiterbildungsformate ergänzen das bestehende Kursangebot von Violence Prevention Network. Sie ergänzen insbesondere den fünfteiligen Online-Kurs „Gaming und Rechtsextremismus – Wie Rechtsextremist*innen Spieleplattformen missbrauchen”, der sich an pädagogische Fachkräfte richtet und zeigt, wie digitale Spiele unseren Alltag prägen und wie Rechtsextreme sie für ihre Zwecke missbrauchen.

Kurs starten

Seit Juli 2025 werden mehrere Workshops zu Hate Speech online für Ehrenamtliche angeboten. Auf der Veranstaltungsseite finden Sie die nächsten Workshoptermine und die Anmeldemöglichkeiten.

Im Rahmen des Projekts ist eine praxisnahe Broschüre erarbeitet worden. Die Broschüre enthält sowohl vertiefende Informationen anschließend an die Module als auch eine eigenständige Übung für Ehrenamtliche und Engagierte zur Stärkung ihrer Handlungsfähigkeit und Resilienz angesichts von Hate Speech online:

Broschüre herunterladen

  • Modul 1: Hate Speech online erkennen und begegnen

    Im ersten Modul setzen sich Engagierte mit Hate Speech auseinander und lernen praktische Handlungsstrategien dagegen kennen.

    Im Modul werden folgende Fragen beantwortet:

      • Was ist Hate Speech und wer ist wie davon betroffen?
      • Wie kann man Hate Speech entgegengetreten und welche Gesetze helfen dabei?

    Anschließend an die Inhalte gibt es ein kurzes Quiz und eine Sammlung mit hilfreichen Links und Quellen.

  • Modul 2: Rechtsextremismus und Hate Speech durchschauen

    Im zweiten Modul setzen sich Engagierte damit auseinander, wie Rechtsextreme Hate Speech einsetzen.

    Im Modul werden folgende Fragen beantwortet:

    • Was ist Rechtsextremismus?
    • Was hat Rechtsextremismus mit Hate Speech zu tun?
    • Wie versuchen Rechtsextremist*innen, online wie offline Meinungen zu beeinflussen und ihre Ideologie zu verbreiten?

    Anschließend an die Inhalte gibt es ein kurzes Quiz und eine Sammlung mit hilfreichen Links und Quellen.

  • Modul 3: Resilient gegenüber Hate Speech werden

    Im dritten Modul erfahren Engagierte, wie sie ihre Gesundheit durch Resilienz stärken und so langfristig engagiert bleiben können.

    Im Modul werden folgende Fragen beantwortet:

    • Welche Folgen hat Hate Speech für Betroffene?
    • Wie kann ich angesichts von rechtsextremer Hate Speech meine Resilienz stärken?

    Anschließend an die Inhalte gibt es ein kurzes Quiz und eine Sammlung mit hilfreichen Links und Quellen.

Das Projekt wird im Zuge der Fördermaßnahme transform_D gefördert durch Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE).

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E-Learning zu Antisemitismusprävention für Zugewanderte (EAS)

E-Learning zu Antisemitismusprävention für Zugewanderte (EAS)

Dauer: ca. 60 Min



Der 4-teilige Kurs vermittelt Kenntnisse über Jüd*innen in Deutschland, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Israel. Er richtet sich an nach Deutschland zugewanderte Menschen sowie Dozent*innen von Integrationskursen (bestehend aus Sprach- und Orientierungskursen).

Das rund 60-minütige E-Learning-Angebot und Begleitmaterialien ergänzen das Modul „Geschichte und Verantwortung“ der Integrationskurse. Unser Angebot begleitet den Prozess der Einbürgerung, indem es für nach Deutschland zugewanderte Menschen die besondere historische Verantwortung Deutschlands für die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihre Folgen sowie für den Schutz jüdischen Lebens nachvollziehbar macht.

Der E-Learning-Kurs wird durch pädagogische Materialien für Teilnehmende sowie für Leitungen von Integrationskursen ergänzt. Zudem kann ein Glossar mit zentralen Definitionen und Begriffen in verschiedenen Sprachen heruntergeladen werden. 

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Download der Begleitmaterialien

Begleitmaterial für Leitungen

Begleitmaterial für Teilnehmende

Beratung & Kontakt 

Digitalberatung 
Wenn Sie Fragen zum E-Learning-Kurs oder den begleitenden Materialien haben, wenden Sie sich gerne an die Digitalberatung unter eas@violence-prevention-network.de. 

Telefon-Sprechstunde 
Sie können uns auch telefonisch erreichen: donnerstags, 12:00 – 13:00 Uhr unter folgender Telefonnummer: 0155 6697 9631. 

Für weitere Informationen zum E-Learning Angebot von Violence Prevention Network oder bei technischen Fragen melden Sie sich gerne beim E-Learning-Team unter elearning@violence-prevention-network.de. 

  • Modul 1: Jüdinnen und Juden in Deutschland

    In Modul 1 lernen Sie die Vielfältigkeit jüdischen Lebens in Deutschland kennen. Das Modul zeigt Auswirkungen von Antisemitismus auf jüdische Menschen sowie die Gesetze zum Schutz jüdischer Menschen in Deutschland.

  • Modul 2: Antisemitismus

    Modul 2 geht der Frage nach, was Antisemitismus ist und wie er funktioniert. Zudem erklärt es, was Stereotype sind und warum es sie gibt. Abschließend lernen Sie, wie Sie gegen Antisemitismus handeln können.

  • Modul 3: Nationalsozialismus

    Modul 3 greift antisemitische Taten in Deutschland während des Nationalsozialismus auf. Zudem erklärt es, wie Deutschland heute an diese Taten erinnert und wie sie ein Leben in Deutschland noch heute beeinflussen.

  • Modul 4: Israel

    Modul 4 zeigt die Geschichte Israels und der palästinensischen Gebiete sowie die Vielfältigkeit der israelischen Gesellschaft. Sie lernen mehr darüber, wie man in Gesprächen über den Nahost-Konflikt Kritik an Israel und Antisemitismus unterscheidet.

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Kindeswohlgefährdung im Kontext Verschwörungsdenken

Der Aspekt der Kindeswohlgefährdung im Kontext eines gefestigten Verschwörungsdenkens im familiären Umfeld wird inzwischen vermehrt diskutiert. Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche, deren Eltern an Verschwörungserzählungen glauben, in der pädagogischen Arbeit erreicht werden können. Tobias Meilicke von der Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen veritas in Berlin wird in einem Input genauer auf die Thematik eingehen und Handlungsstrategien vorstellen.

Anmeldung via: Kindeswohlgefährdung im Kontext Verschwörungsdenken (eveeno.com)

Dieser Workshop findet im Rahmen des Projekts „VIVA – Verschwörungserzählungen individuell verstehen und auffangen“ statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom US-Generalkonsulat Leipzig.​​​​​​​

Verschwörungserzählungen – Rechtsextreme Narrative und Handlungsstrategien 

Verschwörungserzählungen sind in der gesamten Breite der Gesellschaft zu finden. Dabei reproduzieren Verschwörungserzählungen nicht nur demokratiefeindliche Grundannahmen, sondern werden auch in extremistischen Kontexten als Propagandawerkzeug instrumentalisiert. In diesem digitalen Workshop richten wir gemeinsam den Blick auf die Rolle von Verschwörungsdenken und Verschwörungserzählungen im Rechtsextremismus. Ziel ist es zu erarbeiten, inwiefern Verschwörungsdenken die Hauptthemen des Rechtsextremismus prägt, wie Verschwörungserzählungen in der rechtsextremen Propaganda eingesetzt werden, um rechtsextreme Narrative anschlussfähig für die gesellschaftliche Mitte zu machen, und wie dem im pädagogischen Kontext begegnet werden kann.

Anmeldung via: Verschwörungserzählungen – Rechtsextreme Narrative und Handlungsstrategien (eveeno.com)

Dieser Workshop findet im Rahmen des Projekts „VIVA – Verschwörungserzählungen individuell verstehen und auffangen“ statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom US-Generalkonsulat Leipzig.​​​​​​​

Verschwörungserzählungen – Rechtsextreme Narrative und Handlungsstrategien 

Verschwörungserzählungen sind in der gesamten Breite der Gesellschaft zu finden. Dabei reproduzieren Verschwörungserzählungen nicht nur demokratiefeindliche Grundannahmen, sondern werden auch in extremistischen Kontexten als Propagandawerkzeug instrumentalisiert. In diesem digitalen Workshop richten wir gemeinsam den Blick auf die Rolle von Verschwörungsdenken und Verschwörungserzählungen im Rechtsextremismus. Ziel ist es zu erarbeiten, inwiefern Verschwörungsdenken die Hauptthemen des Rechtsextremismus prägt, wie Verschwörungserzählungen in der rechtsextremen Propaganda eingesetzt werden, um rechtsextreme Narrative anschlussfähig für die gesellschaftliche Mitte zu machen, und wie dem im pädagogischen Kontext begegnet werden kann.

Dieser Workshop findet im Rahmen des Projekts „VIVA – Verschwörungserzählungen individuell verstehen und auffangen“ statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom US-Generalkonsulat Leipzig.​​​​​​​

Radikalisierungsprozesse

Radikalisie­rungs­prozesse

Dauer: ca. 15 Minuten




Das Modul informiert über Radikalisierungsprozesse und wie man sie erkennen und verhindern kann. Es ist ein Angebot der Violence Prevention Network Academy. Es richtet sich an Unternehmen, Behörden und pädagogische Einrichtungen und zeigt, wie die Violence Prevention Network Academy diese dabei unterstützen kann.

Sie erfahren im ca. 15-minütigen Training:
Was ist eine Radikalisierung?
Wie erkenne ich eine Radikalisierung?
Wer ist betroffen?
Wie verhalte ich mich?

Ebenso zeigt das Training, wie Deradikalisierungs- und Distanzierungsarbeit von Violence Prevention Network konkret aussehen und was sie bewirken. Abschließend erhalten Sie einen Einblick, wie sich eine Zusammenarbeit mit Violence Prevention Network Academy für Betriebe, Behörden oder Akteure der Zivilgesellschaft gestalten kann.

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VIVA Verschwörungs­denken individuell verstehen und auffangen

VIVA Verschwö­rungs­denken individuell verstehen und auffangen

Dauer: ca. 70 Minuten




In diesem Kurs erfahren Sie, welche sozialen, psychologischen und emotionalen Mechanismen hinter Verschwörungsdenken stehen und welche Funktionen der Glaube an Verschwörungserzählungen erfüllen kann.

Dieser Kurs ist zum eigenständigen Lernen online konzipiert und besteht aus sieben verschiedenen Modulen (jeweils ca. 10 Minuten Lernzeit), die aufeinander aufbauen und sich nacheinander freischalten. Ihr Fortschritt wird automatisch gespeichert, daher können Sie jederzeit starten und zwischendurch pausieren. So passt sich der Kurs Ihrem beruflichen und privaten Alltag an.

Ergänzt wird das Selbstlernangebot durch eine Materialsammlung zur weiterführenden Selbstinformation, ein Glossar sowie eine Auflistung von Beratungsstellen, die bei individuellen Anliegen unterstützen können und Online-Workshops.

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  • Modul 1: Grundkenntnisse Verschwörungserzählungen

    Eine Einführung in das Thema Verschwörungserzählungen und die zentralen Begrifflichkeiten.

  • Modul 2: Psychologische Bedürfnisse

    Erklärung der emotionalen Bedürfnisse, die zu einer Hinwendung zu Verschwörungserzählungen führen, und der psychologischen Funktion, die Verschwörungserzählungen individuell einnehmen können.

  • Modul 3: Denkverzerrungen

    Differenzierende Darstellung von verbreiteten Merkmalen irrationalen Denkens und von Merkmalen des Verschwörungsdenkens.

  • Modul 4: Identitätsschutz

    Erläuterung, wie sich der Glaube an Verschwörungserzählungen in der jeweiligen Identität verankern kann.

  • Modul 5: Handlungsoptionen

    Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten bei der Konfrontation mit Verschwörungserzählungen.

  • Modul 6: Fallbeispiel im pädagogischen Setting

    Erlerntes Wissen in einem Fallbeispiel anwenden.

  • Modul 7: Fallbeispiel im privaten Setting

    Erworbene Kenntnisse im Rahmen einer Familienfeier und eines Zweiergesprächs anwenden.

Infos zum Kurs

  • Für wen ist dieser Kurs gemacht?

    Dieser Online-Kurs ist für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Praktiker*innen der schulischen und außerschulischen Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit, sowie Multiplikator*innen konzipiert.

    Er ist für Einsteiger*innen in das Thema Verschwörungsdenken und Verschwörungserzählungen geeignet. Gleichzeitig können Personen mit Vorkenntnissen mit Hilfe der thematischen Schwerpunkte ihr Wissen auch vertiefen.

  • Was ist das Ziel des Kurses?

    Das im Kurs vermittelte Fachwissen ermöglicht Ihnen ein besseres Verständnis dafür, warum Menschen an Verschwörungserzählungen glauben und an diesem Glauben festhalten.
    Dieser Kurs informiert Sie über die psychologischen und sozialen Faktoren, die hinter der Faszination von Verschwörungserzählungen stehen und stellt verschiedene Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Verschwörungserzählungen verbreiten oder diesen anhängen, vor.

  • Wie lange dauert der Kurs?

    Die gesamte Dauer des Kurses beträgt etwa 60 Minuten. Der Kurs ist zum eigenständigen Lernen online konzipiert und besteht aus sechs Modulen mit jeweils ca. 10 Minuten Lernzeit, die aufeinander aufbauen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten bearbeitet werden können. Alle Module können pausiert werden, der Lernfortschritt wird gespeichert.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom US-Generalkonsulat Leipzig.

Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des US-Generalkonsulats Leipzig dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

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Gaming und Rechtsextremismus

Gaming und Rechts­extremismus

Dauer: ca. 5 Stunden




In diesem Kurs erfahren Sie, wie digitale Spiele unseren Alltag prägen und wie Rechtsextreme sie für ihre Zwecke missbrauchen. Sie lernen außerdem, wie Sie das Thema Rechtsextremismus und digitale Spiele in pädagogischen Kontexten aufgreifen und mit rechtsextremen Inhalten und potenziell einsetzenden Radikalisierungsprozessen umgehen können. Der Kurs ist zum eigenständigen Lernen online konzipiert und besteht aus fünf Modulen (jeweils ca. 60 Min.). Sie können jederzeit starten und zwischen den Modulen pausieren, so passt sich der Kurs ganz Ihrem Alltag an.

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  • Modul 1: Neuland Gaming? – Digitale Spiele und Spielecommunitys

    Im Modul 1 erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Entwicklungen rund um den Themenbereich Gaming. Dabei wird die wachsende individuelle und gesellschaftliche Bedeutung digitaler Spiele deutlich, die sich unter anderem in Form von Spiele-Communities und auf Spieleplattformen zeigt und kontinuierlich entwickelt. Das vermittelte Fachwissen ermöglicht Ihnen als pädagogische Fachkraft ein besseres Verständnis Ihrer Zielgruppen und deren Lebenswelt.

    Aufbau und Themen des Moduls:

    • Soziologische und psychologische Grundlagen der Faszination an digitalen Spielen
    • Genres, Spielmechaniken und Spielwelten
    • Spiele-Communities und -Plattformen
    • Digitale Spiele und Gesellschaft
  • Modul 2: Ein Frosch ruft „Deus vult“ – Rechtsextremismus im Kontext digitaler Spiele

    Im Modul 2 liegt der Fokus auf Vorgehensweisen und Aktivitäten von Rechtsextremen in Gaming-Kontexten. Dabei werden rechtsextreme Akteur*innen und mögliche Radikalisierungsverläufe thematisieren. Fachkräfte lernen im Modul, wie sie rechtsextreme Strategien und Narrative sowie potenzielle Radikalisierungsprozesse in ihrem Umfeld besser erkennen können.

    Aufbau und Themen des Moduls:

    • Einführendes zum Wandel des Rechtsextremismus
    • Rechtsextreme Akteur*innen im Kontext digitaler Spiele und deren Motivation
    • Kommunikation und Auftreten von Rechtsextremen auf Spieleplattformen
    • Aktivitäten von Rechtsextremen im Kontext digitaler Spiele
    • Fallbeispiel zu Radikalisierung im Kontext digitaler Spiele
  • Modul 3: 3, 2, 1, Handeln! – Bildung und Intervention im Kontext Rechtsextremismus und Gaming

    Im dritten Modul erhalten Fachkräfte Handwerkszeug, um angemessen zu intervenieren, wenn sich eine Person in ihrem Umfeld potenziell radikalisiert. Zudem wird skizziert, wie präventiv zu Gaming und Rechtsextremismus gearbeitet werden kann. Auch die Vermittlung von Handlungskompetenz im Umgang mit rechtsextremen Inhalten auf Spieleplattformen und in Chats werden vorgestellt.

    Aufbau und Themen des Moduls:

    • Mögliche Radikalisierungsprozesse erkennen
    • Professionelle Intervention in pädagogischen Kontexten
    • Bildungsarbeit und Prävention von Rechtsextremismus
    • Handlungskompetenz bei rechtsextremen Inhalten und Kommentaren im Kontext digitaler Spiele online
  • Modul 4: #Gamergate, „Gamer Girls“ und Male Gaze – Frauenfeindlichkeit im Gaming

    Im Modul 4 liegt der Fokus auf der Auseinandersetzung mit Geschlechterbildern und Sexismus in digitalen Spielen und der Spiele-Communities. Dabei wird u. a. thematisiert, inwiefern Sexismus und Antifeminismus Einstiege in eine rechtsextreme Radikalisierung darstellen können. Fachkräfte können so die Ursprünge und Bezugspunkte vereinfachender und abwertender Stereotype nachvollziehen und erhalten einen Einblick in geschlechterreflektierende Pädagogik.

    Aufbau und Themen des Moduls:

    • Einführung zu sexistischen, misogynen und antifeministischen Erfahrungen im Kontext digitaler Spiele
    • Auseinandersetzung mit der Darstellung von Frauen in digitalen Spielen
    • Verbindungen von Sexismus, Misogynie und Antifeminismus zwischen der Gesamtgesellschaft, Gaming-Kontexten und dem Rechtsextremismus
    • Handlungsansätze mit Bezug zu digitalen Spielen und aus der geschlechterreflektierenden Pädagogik
  • Modul 5: Incels – Eine digitale Subkultur toxischer Männlichkeit

    In sozialen Medien und auf Online-Plattformen finden sich zahlreiche Accounts und Gruppen, die Jungen und Männern sehr einseitige, auf Machthierarchien basierende Geschlechterbilder vermitteln. Zu diesen Gruppen gehören auch so genannte Incels, mit deren Auftreten und Ansichten sich das Moduls schwerpunktmäßig befasst. Auch ordnet das Modul ein, welche Bezüge es zwischen der Ideologie von Incels, misogynen Gewalttaten und Rechtsextremismus gibt. Sie erhalten als pädagogische Fachkraft zudem Anregungen für den Umgang mit misogynen Positionen aus der so genannten Manosphere und von Incels.

    Aufbau und Themen des Moduls:

    • Vereindeutigende Männlichkeitsideale im Gaming
    • Ideologie der Incels und deren Bezüge zu Rechtsextremismus
    • Gefahren und Auswirkungen der Ideologie
    • Interventionsmöglichkeiten bei misogynen und antifeministischen Aussagen

Infos zum Kurs

  • Für wen ist dieser Kurs gemacht?

    Der Kurs wurde gezielt konzipiert für Lehrkräfte, Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Respekt-Coaches und alle Anderen, die mit Spieler*innen digitaler Spiele pädagogisch arbeiten. Der Kurs ist für Einsteiger*innen ins Thema digitale Spiele gestaltet, bietet durch seine Tiefe aber auch für Personen mit Vorwissen hilfreiche Informationen und Anregungen für die Praxis.

  • Was ist das Ziel des Kurses? / Was kann ich aus dem Kurs mitnehmen?

    Das im Kurs vermittelte Fachwissen ermöglicht Ihnen ein besseres Verständnis Ihrer Zielgruppe, indem allgemeine Entwicklungen im Kontext digitaler Spiele und deren individuelle wie gesellschaftliche Bedeutung übersichtlich aufbereitet werden.

    Durch das vermittelte Fachwissen zu Rechtsextremismus im Kontext digitaler Spiele können Sie rechtsextreme Strategien und Narrative sowie potenzielle Radikalisierungsprozesse in Ihrem Umfeld besser erkennen und einschätzen.

    Im Kurs erhalten Sie zudem Handwerkszeug, um angemessen zu intervenieren, wenn sich eine Person in Ihrem Umfeld potenziell radikalisiert oder Sie ihrer Zielgruppe Handlungsmöglichkeiten vermitteln möchten, um Rechtsextremismus online zu begegnen.

  • Gibt es auch Material für die Arbeit mit Jugendlichen?

    In der Broschüre Starterkit gegen Rechtsextremismus im Kontext digitaler Spiele finden Sie drei multimedial aufbereitete Übungen für den Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen ab 14 Jahren. Darüber hinaus finden Sie im Kurs weitere Hinweise und Anregungen für pädagogische Angebote.

    Was beinhaltet die Broschüre?

    Digitale Spiele haben in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und sind inzwischen ein wichtiger Teil unseres Alltags. Das haben auch Rechtsextreme erkannt und nutzen u. a. digitale Spieleplattformen, um sich zu vernetzen, Propaganda zu teilen und dabei Hass und Gewalt zu verbreiten. Zugleich können sich Jugendliche im Kontakt mit rechtsextremen Inhalten und Personen auf diesen Plattformen radikalisieren.

    Unterstützen Sie Jugendliche dabei, Hassrede und Rechtsextremismus im Kontext Gaming schneller zu erkennen und Handlungsstrategien zu entwickeln!

    Mit den vorgestellten Übungen für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit können Sie das Thema ansprechend aufgreifen. Die Übungen laden Jugendliche ab 14 Jahre zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im Kontext von Gaming sowie zu Reflexion und Austausch über Handlungsmöglichkeiten ein. Für die Übungen werden digitale Endgeräte wie Tablets oder Handys sowie z. T. Kopfhörer benötigt.

    Die drei Übungen im Überblick:

    • Joanas Footprint
      Den Auswirkungen von digitaler Hassrede auf der Spur [30 Min.]
    • Rechtsextreme im Gaming
      Strategien, Codes und Ansprache erkennen [20 Min.]
    • Level Up
      Aktiv gegen rechtsextremen Content vorgehen [40 Min.]

    Zum Download

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